Unser Spendenkonto:

Verein MOKI NÖ - Mobile Kinderkrankenpflege

Bank: Raiffeisenbank Region Wiener Alpen eGen

Unser IBAN:

AT58 3219 5000 0554 2584

BIC: RLNWATWWASP

Hier finden Sie weitere Informationen

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Würden Sie sich zutrauen, in 22,5 Minuten zur Expert*in für die Pflegegeldeinstufung bei Kindern und Jugendlichen zu werden? 

Mehr Zeit sieht die Ausbildung zur Gutachter*in in der heutigen Situation nicht vor. Werden Bescheide beeinsprucht, stellt sich oft genug heraus, dass sie um zwei Pflegegeldstufen zu niedrig sind. Betroffen sind rund 400.000 Kinder und Jugendliche in Österreich, die mit einer seltenen oder chronischen Erkrankung oder einer Behinderung leben.

Daher fordert MOKI Österreich - Mobile Kinderkrankenpflege gemeinsam mit anderen Organisationen und Stakeholdern 

  • dass die Gutachter*innnen-Ausbildung zur Feststellung des individuell nötigen pflegerischen Mehraufwands in Hinblick auf die besondere Situation von Kindern und Jugendlichen.verbessert wird
  • dass nur Fachpersonen aus dem Kinder- und Jugendlichenbereich entsprechende Einstufungen vornehmen dürfen,
  • dass auch DGKP (Kinder- und Jugendlichenpflege) nach entsprechender Zusatzausbildung als Gutachter*innen tätig werden können. 

Erfahren Sie mehr in unserer gemeinsamen Stellungnahme zum Pflegegeld für Kinder und Jugendliche  

 

  

Eines ist sicher:
Wir kommen auch jetzt in dieser schwierigen Situation zu allen, die unsere Pflege und Begleitung brauchen.

(27.3.2020) Durch Kurzarbeit oder plötzliche Arbeitslosigkeit ist es bei einigen unserer betreuten Familien plötzlich noch enger geworden.
Ihr Kind braucht dringend die Pflege durch uns, die finanzielle Lage darf nicht darüber entscheiden.
Wir sind dadurch noch mehr als sonst auf Spenden angewiesen und freuen uns über jeden Beitrag auf unser Konto:
MOKI NÖ - Mobile Kinderkrankenpflege, IBAN AT58 3219 5000 0554 2584, Verwendungszweck: Spende.

(15.4.2020) Wir haben in diesen Tagen ein Kind in Betreuung zu Hause übernommen, damit es nicht 2 mal pro Woche für Injektionen ins Krankenhaus muss. Lisa (der Name ist MOKI NÖ bekannt) ist lebensverkürzend erkrankt und hoch infektionsgefährdet. Sie zählt zur Corona Risikogruppe. Mit Ihrer Spende helfen Sie uns, alles zu tun, damit sie nicht in Kontakt mit dem Corona Virus kommt. Auch bei Komplikationen tun wir alles, damit Lisa nicht aus dem Haus muss. Diese medizinisch-pflegerische Tätigkeit muss in unserem Bundesland vollständig über Spenden finanziert werden:
Bitte helfen Sie auch hier!
Ihre Spende kommt gut an.

 

cmoki noe quer co

Trotz mannigfacher Herausforderungen innerhalb der Pädiatrie gab es lange Zeit keine adäquate Aus- und Weiterbildung, um Fachpersonal
darauf vorzubereiten, wie schwerstkranke und sterbende Kinder und Jugendliche sowie deren Familien optimal begleitet werden können.

Mit der Etablierung des Interdisziplinären Universitätslehrgangs „Palliative Care in der Pädiatrie“ vor 15 Jahren kam in Österreich erstmals
einen Gamechanger ins Spiel. Bislang wurden 357 Absolventinnen und Absolventen aus ganz Österreich, Deutschland, Schweiz und Südtirol
zertifiziert und auch heuer kamen 30 weitere Abschlusszertifikate hinzu.

ulg palliative care paediatrie online pruefung 2021

Aufgrund der COVID-19 Pandemie wurde der Lehrgang Palliative Care in der Pädiatrie 2020/2021 gemeinsam mit den langjährigen Partnern Paracelsus Medizinische
Privatuniversität, St. Virgil Salzburg und dem Dachverband Hospiz Österreich erstmals im Online-, Hybrid- sowie im Präsenzunterricht durchgeführt. Foto(c) MOKI NÖ

Die multiprofessionelle Versorgung von Kindern mit lebenslimitierenden und lebensbedrohlichen Erkrankungen verlangt Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Die Art und Weise der intrapsychischen und intrafamiliären Auseinandersetzung mit den Themen Krankheit, Sterben, Tod,
und Trauer bei Kindern unterscheidet sich stark von jener der erwachsenen Palliative Care. Je nach Krankheitsbild kann sich dieser Verlauf –
beginnend von der Diagnose bis zum vorzeitigen Versterben – über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstrecken. Im Erwachsenenbereich
hingegen spricht man im Zusammenhang mit Palliative Care meist von Wochen oder Monaten.

Den Tod studieren

Beim Universitätslehrgang „Palliative Care in der Pädiatrie“ lernt das medizinische Personal, wie junge Patient*innen in lebensbedrohlichen
Situationen bestmöglich zu versorgen sind. Neben den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen müssen sie aber vor allem verstehen,
was es für ein Kind oder einen Jugendlichen bedeutet, nie wieder gesund zu werden.

Im Rollenspiel etwa wird Formulieren und Sprechen geübt. Es wird ausprobiert, reflektiert und analysiert. Ziel ist ein angstfreier, natürlicher und verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema Sterben und Tod.

"Wir ermöglichen den Teilnehmer*innen seit nunmehr 15 Jahren ein Klima der Offenheit und des Vertrauens, um schließlich Kinder und Jugendliche mit schweren Erkrankungen auf höchst qualitativem Niveau versorgen zu können“, so das Lehrgangsleitungsteam Pädiatrie Dr. Sabine Fiala-Preinsperger, Prim. Univ. Doz. Dr. Erwin Hauser, Renate Hlauschek, MMSc und Helga Schiffer. Gründungsmitglied des erstmals 2006/2007 initiierten Lehrgangs war übrigens auch der Schweizer Paar- und Familientherapeut Peter Fässler-Weibel, der schon zu Lebzeiten
als Pionier im Bereich Palliative Care galt.

ulg palliative care paediatrie pruefungskommission 2021 web

Lehrgangsleitungsteam Pädiatrie v.l.n.r.: Dr. Sabine Fiala-Preinsperger, Renate Hlauschek, MMSc und Prim. Univ. Doz. Dr. Erwin Hauser. Foto(c) MOKI NÖ

Herausforderungen und Partner

Aufgrund der COVID-19 Pandemie wurde der Lehrgang 2020/2021 gemeinsam mit den langjährigen Partnern Paracelsus Medizinische Privatuniversität, St. Virgil Salzburg und dem Dachverband Hospiz Österreich erstmals im Online-, Hybrid- sowie im Präsenzunterricht durchgeführt – mit Erfolg. Insgesamt konnten in diesem Lehrgang 30 neue Absolvent*innen zertifiziert werden.

In sechs Ausbildungsblöcken während zwei Semestern wurden alle relevanten Themen medizinischer, pflegerischer, psychosozialer und spiritueller Natur bearbeitet und in Gruppenprozessen reflektiert.

Das Landesklinikum Baden-Mödling ist ebenfalls Partner des Lehrgangs und bekleidet zudem eine Vorreiterrolle in Sachen Palliative Care.
Hier entstanden nämlich österreichweit die ersten Palliativbetten für Kinder.

Die interdisziplinäre Ausbildung Palliative Care in der Pädiatrie richtet sich vor allem an den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege, Ärzt*innen der Pädiatrie und Allgemeinmedizin, Absolvent*innen eines Lehrgangs für Palliativmedizin oder Palliativpflege, Mitarbeitende in Hospiz- und Palliativeinrichtungen sowie Therapeut*innen.

Immer mehr Institutionen schätzen inzwischen die Wichtigkeit und den Wert der multiprofessionellen Ausbildung und finanzieren ihren Mitarbeiter*innen den Universitätslehrgang. Außerdem gilt der Lehrgang als Teil des Universitätslehrgangs für Palliative Care an der
Paracelsus Medizinischen Universität Salzburg (Abschlussmöglichkeit Master).

Der 16. Interdisziplinäre Universitätslehrgang Palliative Care in der Pädiatrie startet im Jänner 2022 (Dauer 2 Semester). Es sind nur mehr wenige Anmeldungen möglich: www.hospiz.at/palliativecare/anmeldung

Bei der 20-Jahresfeier des Landesverbandes Hospiz Niederösterreich wurde das erste Mal unser Mantel "Noch einmal GEMEINSAM" ausgestellt. Unsere KI-JU-PALL-Teams haben ihn im Rahmen des Künstlerinnenprojekts "Vielfalt in Hülle und Fülle" entwickelt.

birgit.gamper und renate.hlauschek mit moki noe mantel schallaburg

Birgit Gamper, Koordinatorin des KI-JU-PALL-Teams Tulln, und Renate Hlauschek, Geschäftsführerin MOKI NÖ, mit dem Mantel "Noch einmal GEMEINSAM" auf der Schallaburg

 

"Das Innerste Mäntelchen ist hellgelb und wir haben es für die schwerkranken Kinder und Jugendlichen gewählt, die wir tagtäglich begleiten. Das Herz aus filigranem Draht symbolisiert die Zerbrechlichkeit. Der gelbe Mantel schmiegt sich schützend darüber und stellt die Eltern und Familien dar. Bedeckt werden sie von einem grünen Umhang (KI-JU-PALL Teams), der wärmt und umsorgt, aber niemals einengt. Die Margerite versinnbildlicht die Trauerbegleitungen."

moki noe mantel schallaburg hospiz

Der Dachverband von MOKI ist in Klausur gegangen, um die Zukunftsvorstellungen der einzelnen MOKI-Landesverbände aufeinander abzustimmen und sie gemeinsam weiter zu entwickeln.

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V. L. n. R.:Ernestine Weiß, MOKI Steiermark; Renate Hlauschek, MOKI NÖ; Maria Haderer, MOKI Salzburg; Judith Kopp, MOKI OÖ; Bettina König, MOKI Steiermark; 
Gabriele Hintermayer, MOKI Wien; 
Sabine Grünberger, MOKI Kärnten; (c) MOKI NÖ

Die Mobile Kinderkrankenpflege MOKI hat sich seit ihrer Gründung in Niederösterreich und Wien vor 22 Jahren ständig verbreitet und neue Schwerpunkte gesetzt, sei es im Bereich der Hauskrankenpflege für Kinder und Jugendliche, Gründung verschiedener Kinderpalliativteams oder bei der Gründung des Universitätslehrgangs für Palliative Care in der Pädiatrie. Inzwischen gibt es MOKI schon in sieben Bundesländern. Im Mittelpunkt stehen überall die Kinder und Jugendlichen mit Erkrankungen sowie ihre Familien und Bezugspersonen.

Da die Gesundheit in der Zuständigkeit der Bundesländer liegt, sind ihre Agenden nicht einheitlich geregelt. Was fällt in welchen Kompetenzbereich? Welche Stelle finanziert was, und gibt es überhaupt eine Finanzierung durch die öffentliche Hand oder die Sozialversicherung?

Welche Bereiche unserer Arbeit müssen wir durch Spenden finanzieren oder absichern und wie können wir das gemeinsam weiterentwickeln.

Weiters wie können wir uns in der Öffentlichkeit gemeinsam präsentieren und aufstellen, dass alle Menschen, die es benötigen, davon erfahren und eine gute Betreuung bekommen.

Das wichtigste gemeinsame Ziel ist und bleibt die Qualitätsentwicklung durch starkes Engagement in Fortbildungen – lehrend und lernend. Ein weiteres Ziel ist die zunehmende Absicherung der Finanzierung in den verschiedenen Bundesländern.

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