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Bad Vöslau, 19. November 2022 - Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister ehrte am 19. November 2022 in Bad Vöslau 25 neue Absolvent*innen des Universitätslehrgangs „Palliative Care in der Pädiatrie“.

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Die Absolvent*innen des Universitätslehrgangs "Palliative Care in der Pädiatrie" mit dem Lehrgangsleitungsteam und Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Foto (c) MOKI NÖ

Die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit lebenslimitierenden oder lebensbedrohlichen Erkrankungen verlangt viel Fingerspitzengefühl und eine Top-Ausbildung. Ziel ist es, alle Mitarbeiter*innen in der intra- und extramuralen Versorgung so gut wie möglich auf den Umgang mit jungen Patient*innen und deren schweres Schicksal vorzubereiten. Mit der Etablierung des Interdisziplinären Universitätslehrgangs „Palliative Care in der Pädiatrie“ gibt es in Österreich einen echten Gamechanger. Bislang wurden 387 Absolvent*innen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol zertifiziert. Heuer kamen 25 weitere dazu.

Dazu Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, die bei der feierlichen Verleihung der Diplome, die Festrede hielt: „Der Tod von Kindern und Jugendlichen ist in unserer Gesellschaft noch immer ein großes Tabuthema. Eltern, die mit einer schweren Erkrankung ihres Kindes konfrontiert sind, durchleben Angst, Wut, Verzweiflung, Trauer und Hoffnung. Nicht nur die Pflege an sich ist ein Punkt, sondern auch der tiefe Einschnitt ins eigene Leben, Geschwisterkinder die zu kurz kommen, Paar-Beziehungen, die einer solchen Anstrengung kaum gewachsen sind. Manchmal muss ein Elternteil sogar seine Arbeit aufgeben, um die Pflege eines Kindes zu übernehmen. Hinzu kommen Umbauten in Haus oder Wohnung, um den veränderten Bedürfnissen gerecht zu werden. Umso wichtiger ist es, allen Betroffenen eine Betreuung und Versorgung auf höchstem Niveau zukommen zu lassen. Ich begrüße es, dass immer mehr Institutionen die Wichtigkeit und den Wert einer multiprofessionellen Ausbildung schätzen und ihren Mitarbeiter*innen den Universitätslehrgang finanzieren.“

Den Tod studieren

Die interdisziplinäre Ausbildung Palliative Care in der Pädiatrie richtet sich vor allem an den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege, Ärzt*innen der Pädiatrie und Allgemeinmedizin, Absolvent*innen eines Lehrgangs für Palliativmedizin oder Palliativpflege, Mitarbeitende in Hospiz- und Palliativeinrichtungen sowie Therapeut*innen diverser Disziplinen und Seelsorger*innen.

"Wir ermöglichen den Teilnehmer*innen des Lehrgangs ein Klima der Offenheit und des Vertrauens. Neben den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen müssen sie vor allem verstehen, was es für ein Kind oder einen Jugendlichen bedeutet, nie wieder gesund zu werden“, so das Lehrgangsleitungsteam Pädiatrie Dr. Sabine Fiala-Preinsperger, Prim. Univ. Doz. Dr. Erwin Hauser, Renate Hlauschek, MMSc und Helga Schiffer.

In sechs Ausbildungsblöcken während zwei Semestern werden alle relevanten Themen medizinischer, pflegerischer, psychosozialer und spiritueller Natur bearbeitet und in Gruppenprozessen reflektiert. Außerdem gilt der Lehrgang als Teil des Universitätslehrgangs für Palliative Care an der Paracelsus Medizinischen Universität Salzburg (Abschlussmöglichkeit Master).

Gemeinsam mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, St. Virgil Salzburg und dem Dachverband Hospiz Österreich wird die Ausbildung im Online- sowie Präsenzunterricht durchgeführt. Das Landesklinikum Baden- Mödling, das österreichweit die allerersten Palliativbetten für Kinder etablierte, ist ebenfalls Partner des Lehrgangs.

Der 17. Interdisziplinäre Universitätslehrgang Palliative Care in der Pädiatrie startet im Jänner 2023 (Dauer 2 Semester). Anmeldung unter: www.ulg-palliativecare.at/anmeldung/